Wie wollen wir wohnen?

Die Antworten darauf sind vielfältig. Gemeinsam ist allen der Wunsch nach Leichtigkeit und mitten im Leben zu sein. Und das am liebsten in wertiger Architektur.

Raus aus dem Eigenheim, rein ins Leben. So stellen sich viele Individualisten der Generation 55+ ihr Wohnen der Zukunft vor. Im städtischen Ambiente, denn hier locken Kultur, Freizeitangebote, eine gute Infrastruktur und beste medizinische Versorgung. Die Wohnform: Eine abgeschlossene Wohneinheit und vor allem soziales Leben, am besten alles zusammen unter einem Dach und mit wenig Ballast. Das ist die Herausforderung.

Fragt man Menschen, was sie glücklich macht, werden überraschend selten materielle Wünsche genannt. Glück hat für viele etwas mit einem lebendigen, wertschätzenden sozialen Netz zu tun, mit Familie und guten Freunden. Oder mit selbstbestimmtem Leben, das auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten ist und Freiräume bietet. Auch Gesundheit, Sicherheit und ein Sinn im Leben werden oft genannt. Dazu Heimat, ein Ort, an dem man sich Zuhause fühlt.
In der zweiten Lebenshälfte werden Lebensentwürfe oft überdacht und neu justiert. Die Einen möchten ihr Leben genießen und sich mehr gönnen, jetzt, da die Kinder aus dem Haus sind. Andere wünschen sich mehr Zeit für die Enkel, soziales Engagement oder gesellschaftliche Aktivitäten. Wieder andere haben den Wunsch, ihr Wissen zu erweitern, mehr für die eigene Gesundheit zu tun oder entspannt Einkaufen und Kultur zu genießen. Oder Freundschaften zu pflegen und Menschen um sich zu scharen, die wichtig sind. Und die meisten wünschen sich, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden zu leben, auch wenn man nicht mehr so fit ist wie heute.

Stadtplaner stehen somit vor der Herausforderung, Strukturen zu etablieren, um diese heterogenen Bedürfnisse zu erfüllen und somit die urbane Resilienz zu stärken. Hierfür braucht es innovative Konzepte. Gebäude, die unter einem Dach private, gemeinschaftliche und öffentliche Flächen vereinen. Mit flexiblen Wohnungszuschnitten, lebendigen Nachbarschaften und im Idealfall Funktionen für das ganze Quartier.

Zu Glück siehe auch:
Stefan Sagmeister, The happy show

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